Ein Tag im Wald

eintag1Morgens zwischen 7.00 Uhr und 8.30 Uhr im Sommer (bis 9.00 Uhr im Winter) werden die Kinder in den Waldkindergarten gebracht. In dieser Zeit halten sich die Kinder in unmittelbarer Nähe zur Hütte oder in dieser auf. Nun besteht auch die Möglichkeit „Tür und Angel"- Gespräche mit den Eltern zu führen, kreative Angebote zu machen und noch einmal die Schultoilette aufzusuchen.

Gegen 9.00 Uhr sammeln sich die Kinder und die Erzieherinnen und ziehen ihre Rucksäcke an. Es geht auf in den Wald.

Am ersten Haltepunkt am Waldrand findet ein kleiner Morgenkreis statt. Dies ist ein bewährtes Ritual im Tagesablauf, an dem sich die Kinder (selbst die Kinder unter drei) orientieren. Hier wird gemeinsam überlegt, welche Kinder anwesend sind, wer fehlt und abgestimmt, welchen Platz im Wald wir heute aufsuchen werden. Wir bieten ein erstes Fingerspiel oder Lied an.


_MG_0086Auf dem Weg zum ausgewählten Platz gibt es viel zu entdecken. Käfer, Spinnen, außergewöhnliche Pflanzen und Bäume werden anhand von kindgerechten Bestimmungsbüchern genau erkundet. Als feste Regel ist den Kindern bekannt, dass nichts vom Waldboden in den Mund gesteckt werden darf.


eintag3Angekommen wird das Frühstück vorbereitet, indem wir unsere Hände waschen, einen Kreis aus Isomatten legen, das mitgebrachte Essen auspacken und einen Frühstücksspruch sagen. Hungrig vom Weg und in großer Erwartung, was Mama in die Brotdose gelegt hat, wird gegen 9.30 Uhr gefrühstückt. Ein gesundes, abfallarmes Essen wird empfohlen.

Nach dem Frühstück wird es spannend. Es folgt eine Geschichte (passend zur Jahreszeit oder zu einem anstehenden Ereignis z.B. Nikolaus), ein Märchen oder gar ein Puppenspiel. In dieser Zeit sind die Kinder sehr konzentriert und hören aktiv zu, was die Betreuerin erzählt.

IMG_0086Gegen 10.15 Uhr beginnt das Freispiel, nachdem die Kinder ihre Rucksäcke gepackt haben. Jetzt besteht die Möglichkeit, diegehörte Geschichte im Rollenspiel noch einmal nach zu spielen, ein kreatives Angebot zu machen z.B. Naturmandala legen, Äste in eine Bohrmaschine oder einen Hammer zu verwandeln, umgestürzte Bäume Zweck zu entfremden, Tiere und Pflanzen zu untersuchen.

Die Mitarbeiter halten sich während des Freispiels etwas zurück, um die Kinder in ihrer Selbstständigkeit zu fördern.
Sie geben Hilfestellung, wo sie gebraucht wird z.B. beim Klettern. Ansonsten begleiten sie das vorbereitete Kreativangebot
und nehmen ihre Aufsichtspflicht wahr.


Gegen 11.45 Uhr wird ein Abschlusskreis mit Liedern und Spielen gemacht. Am Ende überlegen wir gemeinsam, welche_MG_0204r Wochentag wohl ist undwann wir uns wieder sehen.
Durch  ieses Ritual haben die Kinder schnell gelernt, wie die Wochentage heißen und welche aufeinander folgen. Freitags wird das Wochenende begrüßt, damit insbesondere die jüngeren Kinder wissen, dass sie nun 2 Tage nicht den Waldkindergarten besuchen. Als Orientierung sind solche festen Rituale sehr wichtig.


Wie auf dem Hinweg wird beim Rückweg zur Hütte auf die Einhaltung unserer Haltepunkte geachtet.
Dort wird immer gewartet, bis das letzte Kind angekommen ist – erst jetzt geht es weiter.

Zurück an der Hütte (ca. 12.15 Uhr) werden nun einige Kinder bereits abgeholt, andere bleiben bis 14.00 Uhr.