Ausbildung von Kompetenzen

IMG_0068Grobmotorik/ Feinmotorik:
Waldkindergartenkinder trainieren täglich ihre Grobmotorik durch Laufen, Balancieren, Klettern, Springen und Hüpfen. Während des Freispiels oder bei gezielten Bewegungsspielen gibt es immer wieder die Möglichkeit für unsere Kinder, hier optimal ihre Grobmotorik weiter zu entwickeln. Durch vielfältige Wahrnehmungsmöglichkeiten schärfen sie ihre Sinne, lernen ihren Körper sehr gut kennen. Durch Bewegung entstehen im Gehirn neuronale Verknüpfungen, die die Grundlage für verschiedenartige Lernprozesse bilden. Wir bieten im Waldkindergarten verschiedenste Materialien an, neben denen, die wir im Wald finden. So kleistern wir z.B. Laternen mit den Kindern anstatt zu kleben, binden bewusst Stöcke zusammen und versuchen zu knoten, sammeln und picken Gegenstände vom Waldboden auf, um mit ihnen zu basteln. Durch diese Handlungsweisen bieten wir bewusst Impulse zu Förderung der Feinmotorik.

Sprachkompetenz/Ausdrucksfähigkeit
Die Laubfroschkinder teilen ihre Entdeckungen im Wald der Gruppe mit. Die Kinder trainieren Sprache, indem sie sich intensiv über Käfer, Würmer und Spinnen, ihr Aussehen und ihre Art zu Leben austauschen. Die Kinder verständigen
sich zudem immer wieder neu. Sie ergänzen sich gegenseitig und sind sich sprachlich bei Schwierigkeiten „behilflich".
So findet im Wald neben den gezielten Angeboten der Erzieherinnen  auch Wortschatzerweiterung statt.

Begreifen der physischen Welt
Der Waldkindergarten bietet vielfältige Anlässe um elementare Physik zu erfahren, zu integrieren und damit zu experimentieren. Wie verändert sich Wasser im Winter? Was geschieht mit Wasser, wenn ich einen Stein hineinwerfe? Gerade im Wald bieten sich ständig Möglichkeiten, die vielfälltigen Gesetzmäßigkeiten der Natur zu entdecken.

Sozialkompetenz
Die Gruppestärke unseres Kindergartens ist kleiner als die eines Regelkindergartens, hier kennen sich die Kinder sehr gut. Der Umgang untereinander ist hilfsbereit und freundlich. Die Kinder haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten, sprechen sich miteinander ab, was sie im Wald spielen möchten. Sie akzeptieren, wenn sich ein anderes Kind gern zurückziehen möchte. Dies ist möglich, weil uns der „Raum" Wald genügend Platz bietet. Nach nun mehrjähriger Erfahrung und Rückmeldung aus den Grundschulen wissen wir, dass unsere Waldkindergartenkinder in der Schule immer wieder durch ihr gutes Sozialverhalten positiv hervortreten.

Logisch-mathematisches Denken
Mathematische Vorkenntnisse werden durch Sammeln von verschiedenen Naturmaterialien gefördert, die dann zum Vergleichen, Unterscheiden, Zuordnen, Sortieren, Beschreiben, Schätzen, Zählen und Abmessen genutzt werden können. Der Morgenkreis bietet den Kindern täglich die Möglichkeit mit Mengen und Zahlen in Kontakt zu kommen. Hier werden die Kinder gezählt und überlegt, wie viele Kinder an diesem Tag fehlen. Während des Zählens lernen die Kinder die Zahlen auch visuell kennen.

Selbststeuerung
Der Wald bietet vielfältige Möglichkeiten um Phantasie, Kreativität und eigene Fähigkeiten zu fördern. Die Kinder bringen ihre Persönlichkeit ein und machen vielerlei Erfahrungen im Umgang mit den anderen Kindern. Sie lernen Meinungen anderer zu akzeptieren, sich zu einigen und Absprachen zu treffen. Im Alltag sprechen sich die Kinder immer wieder über Spielmöglichkeiten ab. Im Morgenkreis wird gemeinsam besprochen,, welcher Platz im Wald an diesem Tag zum Spielen aufgesucht werden soll.